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Der
Neufundländer
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Erscheinungsbild und Wesen:
kräftig, muskulös und knochenstark, harmonisch aufgebauter
Hund mit typisch bärenhaftem Aussehen. Ein treuer und
freudiger Begleiter, Familienhund, der durch sein
kraftvolles und majestätisches Auftreten sicher Eindruck
hinterlässt. Trotz des ruhigen Gesamteindruckes kann ein
Neufundländer sehr reaktionsschnell und beweglich sein.
Viele Neufundländer wissen in ihrer Jugend nicht wohin mit
ihrem Temperament und ihrer Kraft - deshalb sollten vor
allem jugendliche Neufundländer genügend Spielmöglichkeiten
mit Artgenossen genießen dürfen.
Auch ohne, die seit Jahrzehnten erzählten, mehr oder weniger
glaubwürdigen und oft rührseligen Geschichten über die
Neufundländer, sind diese großen schwarzen oder braunen oder
auch weiß-schwarzen Hunde tatsächlich überaus liebenswert.
Der Neufundländer hängt sehr an seiner Familie und liebt
Kinder über alles.
Er hat ein freundliches, gutmütiges Wesen, weiß aber sehr
wohl zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, zumal er
schon nach kurzer Zeit alle Nachbarn im weitesten Umkreis
kennt. Ein Neufundländer übernimmt ganz selbstverständlich
seine Pflicht als Schutzhund, auch wenn das meistens
unbemerkt bleibt.
Die meisten Neufundländer sind ausgesprochene Wasserratten.
Wann immer es möglich ist, sollte man ihnen die Freude
machen mit ihnen schwimmen zu gehen. Die hervorragende
Schwimmfähigkeit lassen sich auf die ererbten Eigenschaften
der Vorfahren zurückführen, als viele Dienste im und am
Wasser zu erledigen waren.
Unsere Landesgruppe freut sich, dass einige Mitglieder sich
nicht vor zuviel Arbeit scheuten und am 26.07.2003 einen
eingetragenden Verein
"Neufundländer-Wasserarbeitsguppe-Westerwald e.V."
gegründet haben.
Es ist schön die Entwicklung dieses Engagements zu sehen. An
dieser Stelle wünschen wir weiterhin gute Entwicklung und
viel Erfolg.
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Ausbildung:
Alle Hunde sollten über einen Grundgehorsam verfügen, jedoch ist es
bei einem großen Hund, wie beim Neufundländer unerlässlich,
dass dieser Hund mindestens die wichtigsten Grundregeln
beherrscht. Wenn sich 60-70 kg auf 4 Pfoten in
Bewegung setzen und wir der eine oder andere vielleicht sehr
überrascht sein, wieviel Kräfte freigesetzt werden - vor allem, wenn man
in eine andere Richtung möchte.
Zieht ein Welpe ein, so sollte realisiert werden, dass aus
dem unwiderstehlichen Kuscheltier ein sehr großer und
schwerer Hund wird. Von Anfang an sollte in der Familie
geklärt sein, was der Hund was der Hund später dürfen soll
und was nicht. Einer der beliebten Diskussionspunkte: Ob der Hund aufs Sofa darf
oder nicht, sollte eindeutig mit allen Familienmitgliedern geklärt
werden. Wenn er es mit 3
Monaten darf, weil er so süß und goldig ist, dann müssen wir daran denken, dass der
Neufundländer auch das Sofa beanspruchen wird, wenn das dann 50,60
oder 70 kg
wiegt und noch dazu gerade vom Regenspaziergang kommt. Umso
klarer wir gemeinsam die Regeln besprechen und einhalten, um so leichter
machen wir es dem Neufundländer sich bei uns einzugewöhnen und wohl
zufühlen.
Die Erziehung fängt schon am 1. Tag des Einzugs an - umso
früher wir anfangen, umso einfacher ist es. Alles was wir
unserem Neufi beibringen möchten sollte mit viel Liebe und
Geduld sein, aber niemals mit Härte.
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Geschichte der Rasse:
Seinen Ursprung hat der Neufundländer auf
der Insel Neufundland, die diesem einzigartigen Hund seinen
Namen gegeben hat. Neufundland ist der Atlantikküste Kanadas
vorgelagert und hat eine nahezu halb so grosse Fläche wie
unsere alten Bundesländer, wird aber nur von etwa einer
halben Million Menschen bevölkert. Die meisten Bewohner
Neufundlands leben auch heute noch, direkt oder indirekt,
vom Fischfang oder von der Robbenjagd. In seiner
ursprünglichen Verwendung zog der Neufundlandhund als treuer
Freund der Fischer die Fischkarren oder im Winter die
Schlitten. Beim Fischfang half er, die Fischernetze
auszulegen und einzuholen sowie die Fischerboote an Land zu
ziehen. Bedingt durch die vielen Stürme an den Küsten
Neufundlands waren häufig Rettungsaktionen notwendig. Der
Neufundländer hatte dabei die Aufgabe, zu den gestrandeten
Schiffen zu schwimmen und eine Leinenverbindung zu den
Rettungsmannschaften herzustellen. Eine grosse Zahl von
Menschen verdankte diesen Hunden so das Leben. Dieser
Instinkt für Wasserarbeit ist dem Neufundländer bis heute
erhalten geblieben.
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Zuchtziele:
Zuchtziele im DNK (und somit auch der LG-West) sind
wesensfeste Neufundländer, die sich durch außerordentliche
Vitalität, starke Gesundheit und ein hohes Lebensalter
auszeichnen. Dies bedeutet für die Züchter erhöhte
Verantwortung und Verpflichtung zugleich im Sinne der Worte
des Prof. Heim, eines der bedeutensten Kynologen der
Vergangenheit: "Möge seine (des Neufundländers) Zucht,
Erziehung und Haltung sich weiter vertiefen und verbessern,
und sich auch in Zukunft der Abwege der Mode erwehren".
Perfekter und schöner kann die Zielsetzung einer planvollen
Hundezucht kaum ausgedrückt werden, nämlich das
Wünschenswerte zu pflegen und zu erhalten, und das
Unerwünschte zu verbessern - ohne Berücksichtigung
kurzfristiger Modetrends.
(Quellenhinweis: dem Text liegt teilweise das Vorwort von
Herrn W.A. Gewert in der Jahrhundert-Festschrift des DNK von
1993 zugrunde)
Der DNK, der bereits seit über 100 Jahren den
Neufundländer fördert und verbreitet, ist Mitglied in der
grössten deutschen kynologischen Dachorganisation, dem
‘Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH)’, der
wiederum dem Weltverband ‘Féderation Cynologique
Internationale (F.C.I.)’ angehört. Der DNK hat sich zur
strikten Beachtung von deren Rahmenbedingungen verpflichtet.
Neufundländer mit Ahnentafeln des DNK sind somit zur
Teilnahme an allen nationalen und internationalen
Ausstellungen des VDH und der F.C.I. berechtigt.
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Anforderungen an den zukünftigen Neufundländerbesitzer:
Ein Neufundländer ist kein Zwingerhund, sondern sehr wichtig
ist ihn als Familienhund zu halten, der stets einen engen
Kontakt zu seinen Menschen hat.
Artgerechte Haltung sollte selbstverständlich sein. Eine
Etagenwohnung ist sicherlich ungeeignet, denn Neufundländer
lieben es draußen zu liegen. Neben ausgedehnten
Spaziergängen braucht er einen Garten, möglichst keinen
Ziergarten, mit mindestens einem trockenen, kühlen und
zugfreien Platz zum Ruhen und Schlafen.
Der zukünftige Neufundländerbesitzer sollte Freude daran
haben, das wetterfeste Fell regelmäßig und intensiv zu
pflegen.
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Lesen Sie auch den
ausführlichen
FCI
Rassestandard des Neufundländers
Weitere Auskünfte zum Neufundländer erhalten Sie
bei unserem
Landesgruppenleiter oder
Zuchtwarten.
Als weiterführende Literatur sind folgende Bücher zu empfehlen:
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